Pressemitteilungen

Pressemitteilung – Berlin, den 07.05.2019

Das Bezirksamt beschließt: Musik bleibt im Mauerpark

8 Monate nach dem die Kulturgemeinschaft den “Runden Tisch Mauerpark” in Leben gerufen hat, legt der Bezirksbürgermeister nun neue Parkregeln per Bezirksamtsbeschluss fest. 

In vielen und mühsamen Gespräche am Runden Tisch wurde darüber diskutiert, wie Kultur im Park und Nachtruhe der Anwohner in Einklang miteinander gebracht werden können.

Hardliner der Anti-Lärm-Initiative, die sich gebildet hatte, um die betroffenen Anwohner zu vertreten, haben in den vielen Monaten den Runden Tisch geradezu blockiert. Damit ließen sie Chancen ungenutzt, um konstruktive Lösungsvorschläge auf Augenhöhe zu verabreden und haben sich so isoliert. Wir haben uns mit vielen verschieden Anwohner getroffen und ausgetauscht. Die Mehrheit der betroffenen Anwohner sprechen sich für den Erhalte der Kultur im Mauerpark aus und sind weiterhin an einer gemeinsamen Lösung interessiert.

SaveMauerpark, die als Initiative Musikern und Anwohnern im Mauerpark vertreten, haben weitreichende Zugeständnisse und konstruktive Vorschläge gemacht. Die Save Mauerpark Petition sammelte bis heute 8535 Unterschriften, den größten Teil davon von Berlinern und Nachbarn aus Oderberger- und Gleimviertel.

SaveMauerpark begrüßt generell die neue Regelung für Straßenmusik im Mauerpark, auch wenn gegenüber unseren Vorschlägen starke Abstriche vorgenommen wurden, was die Spielbereiche betrifft.

Die Regelung wägt die Interessen ab und bietet einen praktischen Rahmen um die Interessen der Anwohner wie Kultur zu berücksichtigen.

Das Verzicht von Generatoren war ein Teil unseres Konzepts und wurde in die Regel aufgenommen, denn sie ermöglichen das betreiben von Hochleistungsverstärker (im kW Bereich) die weit über die Grenzen schallen und tragen unnötig zur Umweltbelastung bei. Die Regeln unterscheiden nicht zwischen verstärkter und rein akustischer Musik. Daraus lesen wir, dass batteriebetriebene Verstärker nun erlaubt sind, so wie es auch die BVV beschlossen hat.

SaveMauerpark wird den Bezirk Pankow gemeinsam mit der Kulturgemeinschaft bei der Umsetzung tatkräftig unterstützen und die neuen Regeln in der Community der Musiker und den Besuchern kommunizieren. Zusätzlich wollen wir den aktiven Lärmschutz mit “Acoustic Shells” (mobile Schallmuscheln) voran bringen, auch wenn diese in der neuen Regel noch nicht erwähnt wurden.

Die Initiative zieht damit ein positives Ré­su­mé zum Verlauf des Runden Tisches und wird auch weiterhin aktiv mit der Anwohnerschaft zusammen an einem guten Miteinander arbeiten.

Die Bemühungen der Kulturgemeinschaft Mauerpark und des Bezirksamt, die beide den Runden Tisch Mauerpark im letzten Jahr ins Leben gerufen haben, haben gezeigt, dass eine Lösung auch in schwierigen Interessenlagen möglich ist.

Der Mauerpark kann sich nun behutsam als Kulturstandort weiterentwickeln

Weiteres Informationsmaterial:  

 

Pressemitteilung – Berlin, den 27.3.2019

Save Mauerpark“ ist eine Initiative von Künstlern, Musikern, Anwohnern und Park- Besuchern, die sich für den Erhalt des einzigartigen Charakters des Mauerparks und der kulturellen Vielfalt einsetzt damit Berlin weiterhin von ihrer Straßenkunst profitieren kann.

In unserer Petition fordern wir nachhaltigen Schutz von Straßenmusik und Straßenkunst im Mauerpark und in Berlin. Die Petition wurde bisher insgesamt 8200 Mal unterzeichnet, vor allem von Anwohnern und Berlinern (über 75%). Diese Resonanz zeigt sehr klar, dass der Mauerpark sonntags von vielen Anwohnern genutzt wird und die kulturelle Vielfalt im Park von allgemeinen Interesse ist und von der Mehrheit befürwortet wird.

Für unsere Forderung haben wir ein Konzept erarbeitet, das eine respektvolle und pragmatische Lösung für alle Beteiligte anbietet. Unser Vorschlag zum Schutz der Strassenmusik im Mauerpark wird von SPD- und Linke-Fraktion der BVV-Pankow unterstützt und ein erster wichtiger Schritt, die Kultur im Mauerpark zu schützen.

Unser Konzept:

  1. Unterschiedliche Zonen innerhalb des Parks für eine Vielfalt an Strassenkunst:
    Silent Acts direkt am Eingang / Bernauerstraße,
    Singer-Songwriters mit kleinen, Batteriebetriebenen Verstärkern auf der Wiese,
    Bands oder Musikern mit Schlagzeug innerhalb der Schallschutz-Schalen.
  2. Einsatz von Schallschutzmaßnahmen – die sogenannte Acoustic Shells (Schallmuscheln), die unerwünschte Emissionen von den Anwohnern fernhalten.

     

  3. Zeitliche Begrenzung: Sonntags von 11 bis 20 Uhr (bzw. 21 Uhr in Sommermonaten)

     

Für die Saison 2019 haben wir uns ein konkretes Ziel gesetzt und wollen ein Pilotprojekt im Mauerpark durchzuführen. Dabei sollen die von uns erarbeiteten Richtlinien für Straßenmusik eingeführt und mobile Schallschutzmaßnahmen erprobt werden.

Parallel zu den praktischen Ansätzen vor Ort werden wir weiterhin am Runden Tisch Mauerpark den Dialog zu den Anwohnern pflegen und gemeinsam mit der Nachbarschaft konstruktiv zusammen arbeiten.

Zusammen mit dem Berlin Street Music und Club Commission, setzten wir uns auch auf Landesebene für den Schutz der Strassenkunst ein. Die aktuellen Themen im Mauerpark sind nicht nur eine Herausforderung für das Bezirksamt Pankows, es ist Teil einer Berlin-weiten Entwicklung, die wir mit unserer Community und mit der Senatsverwaltung beobachten und kontinuierlich verbessern wollen.

Strassenmusik ist ein für Berlin wichtige Form der Open-Air-Kulturszene. Wir setzen uns dafür ein, nachhaltige Rahmenbedingungen für Straßenmusik zu etablieren, damit Berlin weiterhin mit seiner kulturellen Vielfalt erhalten kann und sich Berlin auch nach außen weltoffen und innovativ präsentieren kann.

 

Zitate:

Hartmut Bräunlich (Anwohner, 65): “Der Mauerpark ist für mich mehr als nur ein Park, er ist ein Symbol des Zusammenwachsens Berlins und Deutschlands, er ist Sonntags ein Treffpunkt von Menschen aus allen Kulturen und Ländern unserer Welt die friedlich und fröhlich zusammen sprechen, musizieren und tanzen wollen.”

Karla Hajman (Musikerin, 36): “Musik ist die beste Sprache der Welt, und Mauerpark eine der schönsten Integrationsbeispiele Europas – und in dieser Sinne sollte weiter wachsen.”

Ulrich Schweizer (Musiker, 49): “Spontan, direkt und echt. Unter freiem Himmel hat die Musik etwas ganz besonderes, ehrliches und schafft eine emotionale Nähe unterschiedlichster Menschen”

 

Weiteres Informationsmaterial:  

Pressekontakt

Dipl. Ing. Ulrich Schweizer
Initiative Save Mauerpark

Tel.: +49 (0)30 4467 3394
Mail:info@savemauerpark.de

Pressespiegel

Berliner Abendblatt, 23.3.2019:
Mauerpark-Karaoke gerettet

Berliner Zeitung, 14.3.2019: 
Mauerpark-Karaoke findet doch noch statt

Tagesspiegel, 13.3.2019:
Neue Hoffnung für Mauerpark-Karaoke

Berliner Zeitung, 31.1.2019:
Bekommt der Mauerpark jetzt Schallschalen?

Morgenpost, 7.11.2018: 
Pankow will Straßenmusik im Mauerpark erlauben

Prenzlberger-Ansichten, 4.11.2018:
Inseln für Musik und Kunst

Berliner-Woche, 1.11.2018:
Straßenmusiker starten Kampagne

Berliner Kurier, 25.10.2018:
Anwohner mauern gegen Musik

Berliner Zeitung, 25.10.2018: 
Mauerpark-Stress

Berliner Zeitung, 25.10.2018 
Kommentar zum Mauerpark

taz, 23.09.2018: 
Der Mauerpark droht zu verstummen

Morgenpost, 20.09.2018: 
Streit um Musiker droht zu eskalieren

Morgenpost, 17.10.2018:
Inseln für Musiker im Mauerpark